Wohngemeinschaft in Luxemburg: Zimmersuche ohne Stressr

Aufgrund der steigenden Mietpreise entscheiden sich immer mehr junge Auszubildende, Trainees oder Arbeitnehmer im Großherzogtum für eine Wohngemeinschaft. Eine Lebensweise, die besonders für Neuankömmlinge schöner und wirtschaftlicher ist.

Laut einer Studie der Website Appartager.com ist die Wohngemeinschaft in Luxemburg kein Vorrecht der Studenten mehr.

73 % der Nutzer dieser Plattform sind Arbeitnehmer.

Luxemburg ist ein attraktives Finanzzentrum geworden und zieht Studenten aus der ganzen Welt, aber auch Mitarbeiter mit internationalem Profil an, insbesondere in den Bereichen Finanzen oder neue Technologien.

Dies gilt etwa für Juan, einen 40-jährigen IT-Entwickler aus Madrid, der aus beruflichen Gründen nach Luxemburg gezogen ist. „Da mein Job zunächst auf ein paar Monate befristet ist, wollte ich lieber in eine Wohngemeinschaft, bis sich meine Situation geklärt hat. Ich möchte zuerst einen unbefristeten Arbeitsvertrag und anschließend eine Wohnung“, erklärt er.

Für Mélanie, eine 36-jährige Französin, die vor sechs Jahren nach Luxemburg kam, war die Entscheidung für die Wohngemeinschaft nicht nur ökonomischer Natur: „Ich kam aus Berlin, und so ist es einfacher, schnell Leute kennenzulernen.“

Die Wohngemeinschaft vor dem Hintergrund hoher Mieten

Melanie erinnert sich, dass sie 2012 für ihr Zimmer „500 Euro inklusive aller Nebenkosten“ zahlte, aber die Preise haben sich geändert“, wie sie zugibt.

„Ein WG-Zimmer in Luxemburg-Stadt kostet zwischen 700 und 1.000 Euro“, schätzt Roberto. Der junge Portugiese ist gerade nach Belair gezogen, ein sehr angesagtes Viertel der luxemburgischen Hauptstadt, ebenso wie Strassen, Bertrange, Cessange und Mamer.

Wie suche ich?

Für ihre Recherchen haben Juan und Roberto vor allem die sozialen Netzwerke benutzt, und nicht die traditionellen Immobilienagenturen, die Provisionen für ihre Dienstleistungen verlangen.

Um diese Gebühren zu umgehen verwenden Neuankömmlinge häufig Expat-Foren wie Internations oder Facebook-Gruppen für Expats. Um Ihre Suche zu fokussieren, empfiehlt Roberto, im sozialen Netzwerk in verschiedenen Sprachen zu suchen, zum Beispiel: „WG Luxemburg“, „WG Lëtzebuerg“ oder „Flat sharing Luxembourg“. 

Sie sollten sich natürlich die entsprechenden Websites ansehen wie Vaubanfort.lu , Appartager.lu, Furnished.lu oder Justlanded.com.

Und auch die Kleinanzeigen in luxemburgischen Zeitungen wie l’Essentiel oder das Wort.

Bleiben Sie wachsam

In meiner ersten WG in der Innenstadt hatte ich keinen Vertrag, und der Besitzer gab mir meine Kaution nicht zurück“, ärgert sich Juan.

Roberto empfiehlt vor allem auf den Endpreis der Immobilie zu achten, „welche nicht immer die Nebenkosten enthält.“

Achten Sie außerdem darauf, welche Zimmer für Sie zugänglich sind, rät Melanie.

Ich hatte das Glück, ein Zimmer in einem alten Café in Bahnhofsnähe zu bewohnen.

Das Wohnzimmer war gross und es gab sogar einen Billardtisch.“ Aber der Druck auf die Mieten führt dazu, dass manche Leute das Maximale aus dem verfügbaren Raum herausholen.

„Ich habe Häuser besichtigt, in denen alle Zimmer vermietet wurden.

Es gab keine Gemeinschaftsräume. Außer einer Küche, die sich zwölf Leute teilten!“

Wohngemeinschaft und andere Varianten

Studentenzimmer

Die Universität bietet auch Zimmer an, die sie sehr günstig an Studenten vermietet - ungefähr 360 Euro für ein 15-m²-Zimmer - mit einer Kaution in Höhe einer Semestermiete.

Wohngemeinschaft zwischen den Generationen

Ein anderes Modell entwickelt sich im Großherzogtum gerade: die intergenerationelle Wohngemeinschaft, unterstützt vom Projekt Cohabit'Age.

Das Prinzip? Ein junger und ein älterer Mensch leben unter einem Dach.

Der junge Mitbewohner kann sich für eine kostenlose Unterkunft entscheiden und verpflichtet sich dafür, an bestimmten Tagen zu Hause zu bleiben und der älteren Person zu helfen.

Oder er entscheidet sich, 300 bis 400 Euro Miete im Monat zu zahlen, ohne irgendeine andere Form der Verpflichtung.

Was ist mit der Versicherung?

In einer Wohngemeinschaft sollte man darauf achten, dass der Eigentümer die Gemeinschaftsräume und die Zimmer gut versichert hat.

Ist dies nicht der Fall, kann der Eigentümer vom Mieter verlangen, dass er eine Haftpflichtversicherung abschließt.

Das kostet zwischen 50 und 70 Euro jährlich und hilft, viele Probleme zu vermeiden.

Der Eigentümer kann auch eine Wohnungsversicherung fordern, die Feuer-, Diebstahl- oder Wasserschäden abdeckt, sofern sie in den Nebenkosten nicht enthalten ist.

Berater zu Ihren Diensten

In jeder Region des Großherzogtums steht ein Berater zu Ihre Verfügung, um Ihnen seine Dienste und seine fachlichen Ratschläge in Bezug auf Versicherungslösungen zu bieten.

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